„Und mein Geist freuet sich“ - das Magnificat als revolutionärer Lobgesang

Werke von Monteverdi und Schütz bis Mawby und Buchenberg sowie von Rheinberger (Cantus Missae)

Das „Magnificat“, der berühmte Lobgesang Marias, ist nicht nur ursächlich für die katholische Marienfrömmigkeit, auch der Reformator Martin Luther hat Marias Haltung bemerkenswerterweise zum höchsten Vorbild für ein Handeln in politischer Verantwortung erhoben. Das Magnificat singt vor allem von der Umwertung aller irdischen Werte. In ihrem Konzertprogramm „Und mein Geist freuet sich“ thematisiert die Kölner Kantorei das Magnificat und beleuchtet es auf unterschiedlichste Weise. Im Jahr des Reformationsjubiläums schlägt das Programm einen Bogen über stilistische und konfessionelle Grenzen hinweg. Beginnend in der Zeit des frühen Protestantismus kommen Magnificat-Vertonungen u. a. von Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz und Andreas Hammerschmidt zur Aufführung, die das Marienlob eindrücklich zur Geltung bringen. Aus unserer Zeit sind die Magnificat-Kompositionen des Norwegers Knut Nystedt, des Briten Colin Mawby, der Amerikanerin Jean Belmont sowie des deutschen Komponisten Wolfram Buchenberg geplant, die die Facetten des Magnificats mit den kompositorischen Mitteln unserer Zeit herausstellen. Sämtliche Magnificat-Vertonungen erklingen im Dialog mit einer der prominentesten und anspruchsvollsten Vokalmessen des 19. Jahrhunderts, mit der der Komponist vom damaligen Papst Leo XIII. mit dem Gregorius-Orden ausgezeichnet wurde: der doppelchörige „Cantus missae“ des deutschen Komponisten Josef Gabriel Rheinberger.

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